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Neue Arbeitsgruppe

Konstituierende Sitzung

Niederschrift zur 1. (Konstituierenden ) Sitzung der Agenda-AG „Stadtentwicklung/Verkehr“ am 05.08.2009 (Stand 07.08.09)

Sitzungszeit: 19:15–21:20 Uhr Sitzungsort: Sitzungssaal „Altes Rathaus“
Moderation/Niederschrift: D. Fanter
Teilnehmer (alphabetisch): D. Fanter, H. Kaffenberger, Hr. Lämmle, R. Munkel, Hr. Notz,
W. Pacholek, M. Weber, K. Weißenberg, E. Wigand

TOP1: Begrüßung durch den Einladenden D. Fanter (FD)
FD begrüßte die trotz Urlaubszeit erschienenen Agenda-Mitglieder sehr herzlich.
Die auf dem letzten Agenda-Plenum von FD ins Leben gerufene neue AG „Stadtentwicklung/Verkehr“ setzt sich aus Mitgliedern der bisherigen AGen „Altstadt“, „CityBus/ÖPNV“ und „Ruhlsdorfer Platz“ zusammen und bildet den Part aus der Teltower Bürgerschaft, der sich in die Arbeit der zeitweiligen AG des SVV-Ausschusses für „Bauen, Wohnen und Verkehr“ (AG BA) im Sinne der Agenda-Tätigkeit auf diesem sehr breiten Themengebiet konstruktiv einbringen will. Diese Vorgehensweise ergab sich aus dem Umstand, dass es nicht vorgesehen ist, Agenda-Sachkundige direkt in die AG BA zu integrieren.
Mit dem Vors. der AG BA (P.-J. Trog) wurde abgestimmt, dass eine Delegation von max. drei Mitgliedern der Agenda-AG nach Konstituierung der AG BA am 19.08.2009 an den dortigen Sitzungen teilnehmen und Beiträge zur Lösung der benannten Themen aus ihrer Sicht vorstellen darf
TOP2: Festlegung der TO (FD)
Die vorgeschlagene TO wurde von den Teilnehmern einhellig gebilligt.
TOP3: Bestimmung der AG-Leitung und der Delegierten für die Teilnahme an der AG BA
AG-Leitung: Es wurde einhellig gebilligt, dass die AG wie alle anderen Gruppen auch im Sinne der Agenda tätig werden. Spezielle Verhaltensregeln sind in diesen für jeden Bürger offenen Gruppen bisher nicht vorgesehen. Im Gegensatz zur AG BA wird die Agenda-Gruppe permanent tätig sein. Mit der Moderation wird bis auf Weiteres Dr. Detlef Fanter betraut.
Delegierte zur AG BA: Um die Ergebnisse der AG in die zeitweilige AG BA einzubringen, werden drei Mitglieder als Delegierte benannt.
Dies sind (alphabetisch) FD, W. Pacholek (PW), E. Wigand WE). Letzterer ist als Delegierter gesetzt, da er Mitglied der AG BA ist. Wieviele Mitglieder jeweils an den AG BA-Sitzungen teilnehmen können, wird durch die AG BA festgelegt.
TOP4: Erarbeitung eines priorisierten Themenkatalogs für die AG (FD)
Vordiskussionen:Bemerkungen zum Entwurf des Landesstraßenbedarfsplanes 2010 (LStrBPl 2010):
FD stellte kurz die für Teltow vorgesehene Landesstraßenbedarfsplanung (NE15 – Netzergänzung L794 – Umfahrung Ruhlsdorf über L40/L77neu/Schenkendorfer Weg) vor.
Es entwickelte sich daraus eine lebhafte Diskussion, die im Kontext zur Stahnsdorfer Diskussion zum dort derzeit diskutierten Verkehrsentwicklungsplan (VEPS) zu sehen ist. Während in der aktuellen Teltower Beschlusslage (VEPT) der Schenkendorfer Weg Bestandteil des künftigen Teltower Hauptstraßensystems ist (K. Weißenberg - WK), gibt es bei der Mehrheit der Runde hierzu erhebliche Widerstände, zumal das Landes-straßenamt (LS) die Ableitung dieses zusätzlichen Verkehrs im Teltower Zentrum völlig offen lässt.
Es konnte deshalb die Frage: „Soll Teltow gegen den LStrBPl 2010 intervenieren oder nicht?“ nicht abschließend geklärt werden. Mehrheitlich wurde jedoch festgestellt, dass man aus heutiger Sicht den Schenkendorfer Weg (WE) wohl nicht mehr in die Überlegungen einbeziehen würde. Eine weitere intensive Diskussion ergab sich aus dem Statement des „Runden Tisches Stahnsdorf“ zum eigenen VEPS, in dem die derzeitigen Trassenführungen von L40, L77neu und Teltower Biomalzspange rundweg abgelehnt werden. Stattdessen will man (ähnlich dem LStrBPl 2010) eine Anbindung an die L40 über den Kreisel Iserstraße (K6901) realisieren. Für Teltow besteht dagegen die einhellige Meinung, dass es kein Zurück weder für die Güterfelder Nordumfahrung im Zuge der L40 noch die Anbindung des neuen Stahnsdorfer Gewerbegebietes über die L77neu geben wird – allerdings wird sich Teltow in die Stahnsdorfer Diskussion auch nicht weiter einmischen.
Auch für den Bau der Teltower Biomalzspange, die seinerzeit auf Bitte Stahnsdorfs geplant wurde, gibt es sowohl in Stahnsdorf als auch in Teltow eine eindeutige Beschlusslage. Für die Stahnsdorfer Anlieger, die mit allen entsprechenden Maßnahmen des Lärm- und Umweltschutzes bedacht werden, trotzdem jedoch mit allen Mitteln versuchen, den Bau der Biomalzspange zu verhindern, besteht eigentlich kein Grund zu intervenieren. Über die nicht gewollte Anbindung des Stahnsdorfer Striewitzweges an die Biomalz-Spange besteht von Seiten der AG jedoch Kompromissbereitschaft.
Eine kontroverse Diskussion ergab sich in der Runde auch aus der geäußerten Skepsis von FD, dass die Fertigstellung der L40 nicht alle Teltower Verkehrsprobleme entschärfen wird, während das Gegenteil immer wieder behauptet wird (siehe auch die mehrfach veröffentlichten DTV-Werte für die Mahlower Straße). H. Kaffenberger (KH), R. Munkel (MR), W. Pacholek (PW), WE und auch WK erwarten trotzdem eine erhebliche Entschärfung. Auch über die weiträumige Umfahrung unserer Region via B101 im Vergleich zur Nutzung von L794 (Ruhlsdorfer Straße) und K6901 (Iserstraße) sowie die Auswirkungen des GVZ in Großbeeren auf den Verkehr in unserer Region gab es unter-schiedliche Ansichten, die künftig sicher genauer zu untersuchen bzw. zu bewerten sind.
Erarbeitung einer Themenliste für die neue AG:
FD legte für die Diskussion der Arbeitsaufgaben der neuen AG den Entwurf eines Themen-katalogs vor, der aus zwei Teilen besteht: A) einer Themengliederung und B) einer daraus abgeleiteten Prioritätenliste. Das Ergebnis der ebenfalls sehr ausführlichen Diskussion ist als erneute Überarbeitung in der Anlage beigefügt. Themengliederung: Anstelle des anderweitig für Sanierungsvorhaben besetzten Begriffes der „Gestaltungssatzung“ wurde stattdessen der Begriff des „Stadtentwicklungskonzeptes“ eingeführt, der bereits mit einem entsprechenden zusammenfassenden Dokument (INSEK) untersetzt ist und somit die Basis für die Arbeit der Gruppe sein wird. Es ergeben sich daraus die beiden Arbeitsschwerpunkte „Stadtentwicklungskonzept“ und „Ordnung des Verkehrs“.
Als wesentliche Elemente der Stadtentwicklung wurden im Konsens die vorhandenen Basisdokumente, die quartierbezogene Stadtgestaltung, die Landschaftsgestaltung und die notwendigen Umweltmaßnahmen gesehen. In letztere wurde auf Bitten von WK noch der Klimaschutz mit aufgenommen.
Bei der Ordnung des Verkehrs werden drei wesentliche Elemente separat betrachtet:
Der fließende Verkehr wird stark durch die administrative Hierarchie bestimmt, so dass die Abstimmung mit Bund und Land (via LS), mit Kreis und Region (via Kreisbehörden und Zusammenarbeit in der Region) sowie innerorts (via eigene Verkehrsbehörde) zwecks Optimierung des vorhandenen Verkehrsgeschehens bzw. zur Erfüllung von Umweltauflagen oder Gefahrenabwendungen unterschiedlich zu behandeln ist.
Der ruhende Verkehr ist zum einen nach der Schaffung von Parkraum (Stellplätze, Parkplätze) und zum anderen nach den Regeln des Parkens (Parkraumordnungen und
–bewirtschaftungen) zu differenzieren.
Der ÖPNV wird derzeit in der Region breit diskutiert. In 2010 ist ein neuer Nahverkehrs-plan (NVP) des Kreises zu erarbeiten. Auf verschiedenen Ebenen bemühen sich Politik, Verwaltung und Wirtschaft um Verbesserungen in der SPNV-Infrastruktur, u.a. auch über die KAT. Weiterhin ist mit Arbeiten zur Neuordnung des üÖPNV in der Region unter Verantwortung des Kreises begonnen worden. Als Teilnehmer dieses Arbeitskreises wird FD in der AG regelmäßig berichten. Ein kurzer Überblick zum Stand wurde gegeben.
Zum Spezialthema „Tram Potsdam-Teltow“ gab es einen weiteren Disput, in dem mehrheitlich der Einsatz dieses Verkehrsmittels auf Grund des unverhältnismäßig hohen Aufwandes abgelehnt und die Entscheidung des Kreises PM dazu unterstützt wird.Themenpriorisierung: Diese lehnt sich eng an die Themengliederung an und sollte in der Abfolge vor allem die Bereiche
1) Basisdokumente mit Empfehlungen für die städtebauliche Ordnung, Fortschreibung von VEPT und NVP sowie die Erarbeitung eines Straßenkatasters,
2) Optimierung des gesamten Teltower Straßennetzes im Kontext mit Land, Kreis und Region unter Berücksichtigung baulicher Randbedingungen,
3) Optimierung und Neuordnung des regionalen Busnetzes, speziell für Teltow,
4) Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung und
5) Optimierung des ruhenden Verkehrs
behandeln. Die Bearbeitung des Themas Landschaftsgestaltung sollte der AG „Landschaftsschutz“ vorbehalten bleiben.
TOP5: Sonstiges
- Die Indiskretionen in den PNN vom 4.8.2009 zum weiteren Verlauf des Projektes
Ruhlsdorfer Platz wurde sowohl vom Redakteur als auch vom „complan“ mit Bedauern
zurückgenommen, was allerdings die Verunsicherung bei allen Beteiligten nicht beendet.
- Nächster Sitzungstermin: 27.08. um 19 Uhr im Bürgerhaus Ritterstraße

Themenkatalog

Themenkatalog der Agenda-AG „Stadtentwicklung und Verkehr Teltow“ (Überarbeiung 07.08.2009)



A. Themengliederung
1. Stadtentwicklung
1. Basisdokumente (zum Teil vorhanden)
- Integriertes Stadtentwicklungskonzept (INSEK), konkrete B-Pläne
- Straßen- / Radwegkataster (fehlt)
- Touristische Rad- / Reit- / Wanderwege-Planung
- Verkehrsentwicklungsplan, Nahverkehrsplan (Fortschreibung notwendig)
2. Quartierbezogene Stadtgestaltung (teilweise in Arbeit)
- Ruhlsdorfer Platz / Altstadt Potsdamer Straße
- Siedlungsstraßenbau
- qualitative Aufwertung von weiteren Wohnquartieren
3. Landschaftsgestaltung (teilweise in Arbeit) à
Aufgabe der AG „Landschaftsschutz“
- Teltowkanalaue, Marina, Rieselfelder, Buschwiesen, Striewitzaue
4. Umweltschutzmaßnahmen (nur ansatzweise erfolgt) zu
- Lärmschutz à Straße, S-Bahn, Anhalter Bahn
- Luftverschmutzung à Straße
- Klimaschutz à Straße, ÖPNV

2. Ordnung des Verkehrs
1. Fließender Verkehr
1. Landesabstimmung (größtenteils offen)
- Vorbereitung von Einwendungen à
NE15 = Netzerweiterung L794 (Schenkendorfer Weg), PF L77neu
- Verkehrslösung Ruhlsdorfer Platz
- Umbewertung von Landesstraßen (Abstufung)
2. Regionale Abstimmung (komplett offen)
- Großraum-Wegenetz und Leitung der Verkehrsströme
zwischen den Gemeinden
- Umbewertung von Kreisstraßen (Abstufung)
3. Innerörtliche Optimierung (größtenteils offen)
- Spangensystem
(Biomalzspange, Gewerbegebiete Oderstraße / Bogenstraße,
Entschärfung des Nadelöhrs Mahlower Straße zwischen Gonfreville- und
Schönower Straße)
- Überprüfung der Kreiselprojekte
. Neubau (Ruhlsdorf, Ruhlsdorfer Straße, Ruhlsdorfer Platz, Oderstraße)
. Modifizierung, Bypässe (Iserstr., Zehlendorfer Str., Lichterfelder Allee)
. Rückbau (Osdorfer Straße)
- Einrichtungsbetrieb in Gewerbegebieten und Altstadt
- Entlastung Altstadt / Zentrum, Ruhlsdorf, Iserstraße
4. Lärmschutz, Gefahrenpotenzial (erste Ansätze)
à Verkehrsberuhigung, Rückbau, Kontrollmechanismen
- Ausfallstraßen, wichtige Verbindungsstraßen, Zentrum
- Altstadt / Wohnquartiere (z.B. Ampel Neue Wohnstadt)


2. Ruhender Verkehr
1. Park- / Stellplätze (teilweise realisiert)
2. Parkordnung, Parkraumbewirtschaftung (noch offen)
- Verkehrsknoten, Altstadt, Wohnquartiere, Erholungsräume
3. ÖPNV
1. Qualifizierung des SPNV (noch offen)
- Halt RE5 in Teltow-Ost, Verlängerung S25 bis Stahnsdorf
2. Qualifizierung des üÖPNV (in Arbeit)
- (Tram Potsdam – Teltow)
- Optimierung / Neuordnung des Busnetzes
- alternative Angebote (City- / RegioBus, Anruf-Sammeltaxi, Rufbus)









B. Dringliche Aufgaben (Priorisierung)

Empfehlungen für städtebauliche Ordnung / Anregung neuer B-Pläne
Prüfung auf Erarbeitung eines Straßenkatasters inkl. Radwege
Fortschreibung Verkehrsentwicklungsplan / Nahverkehrsplan PM

Optimierung des Straßensystems unter Einbeziehung baulicher Rahmenbedingungen
- Bauliche Gestaltung Ruhlsdorfer Platz / Altstadt Potsdamer Straße
- Einwendungen zu NE15 – Umfahrung Ruhlsdorf, L77neu Stahnsdorf
- Gestaltung der großräumigen Wegebeziehungen in der Region
- Optimierung des Verkehrsflusses im Spangensystem durch Prüfung
der Kreisel bzgl. Neubau, Modifizierung und Rückbau
- Entschärfung des Nadelöhrs Mahlower Straße zwischen
Gonfreville- und Schönower Straße
- Einführung von Einrichtungsbetrieb in Gewerbegebieten und Altstadt
- Entlastungsmaßnahmen für Altstadt / Zentrum, Ruhlsdorf, Iserstraße
- Gesamt-Verkehrslösung Ruhlsdorfer Platz
Optimierung / Neuordnung des Busnetzes
Schrittweise Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung
Parkordnung, Parkraumbewirtschaftung

Niederschrift zur 2. Sitzung der Agenda-AG „Stadtentwicklung/Verkehr“
am 27.08.2009
(Stand 31.08.09)

Sitzungszeit: 19:15–22:00 Uhr Sitzungsort: Bürgerhaus Teltow
Moderation/Niederschrift: D. Fanter
Teilnehmer (alphabetisch): D. Fanter (FD), H.-R. Klaffke (KH), J. Langner (LJ), P. Lehmann (LP),
R. Mehrl (MeR), R. Munkel (MuR), W. Pacholek (PW),
M. Reichelt (RM), E. Wigand (WE)

TOP1: Begrüßung durch den Einladenden D. Fanter (FD)
FD begrüßte die zum Teil erstmals erschienenen Agenda-Mitglieder sehr herzlich.
Die auf dem letzten Agenda-Plenum von FD ins Leben gerufene neue AG „Stadtentwicklung/Verkehr“ setzt sich aus Mitgliedern der bisherigen AGen „Altstadt“, „CityBus/ÖPNV“ und „Ruhlsdorfer Platz“ sowie neuen Interessenten und Anliegern zusammen und bildet den Part aus der Teltower Bürgerschaft, der sich in die Arbeit der zeitweiligen AG des SVV-Ausschusses für „Bauen, Wohnen und Verkehr“ (ZAG Verkehr) im Sinne der Agenda-Tätigkeit auf diesem sehr breiten Themengebiet konstruktiv einbringen will.
Als Arbeitsmaterial wird den Teilnehmern neben dem bereits versendeten Diskussionspapier zum gesamten Themenkomplex (erarbeitet durch FD) noch je eine Farbkopie der Karten 1 und 3 zum besseren Verständnis für die Diskussion übergeben.

TOP2: Kurze Vorstellung der aktuellen TeilnehmerInnen (alle)
TOP3: Festlegung der TO (FD)
Die vorgeschlagene TO wurde von den Teilnehmern einhellig gebilligt.

TOP4: Beginn der Abarbeitung des Themenkataloges
- In den Themenkatalog wird zusätzlich die Erarbeitung eines Fahrradwege-Katasters
aufgenommen.
- In Anbetracht der Wichtigkeit und auch Dringlichkeit des Themas 4 „Optimierung des Teltower Straßensystems“ wird die Diskussion mit diesem Komplex begonnen. Dabei werden zunächst die Datenbasen und Dokumente näher durchleuchtet. Wenngleich das INSEK eine Dokumentenrecherche und eine Art Leitbild für die Kommune darstellt, bietet es jedoch kaum Handlungsanweisungen für das Lösen der vielfältig anstehenden Probleme der Stadtgestaltung (WE).
Es ergibt sich daraus in der Folge eine Diskussion über die Glaubwürdigkeit der zahlreich aus unterschiedlichen Quellen und Zeiträumen vorliegenden DTV-Werte, die sowohl den Ist-Zustand als die Prognosen zur Mobilitätsentwicklung betreffen.
WE stellt kurz die neuesten (?) Bevölkerungsprognosen (nach Angaben von K. Weißenberg) zur regionalen Entwicklung vor (Prognosen für 2030 lauten: T=28.000, K=21.000, S=14.000), die allerdings sehr bezweifelt werden (z.B. hat Stahnsdorf just seit 25.08.09 die genannte Ew-Zahl). WE wird deshalb die Unterlagen genauer hinterfragen.
Man ist sich in der AG einig, dass für behutsames Wachstum der Region Wildwuchs sowohl beim Bevölkerungszuwachs als auch bei Gewerbeansiedlung verhindert werden muss – auch wegen des Erhalts der Natur, der als entscheidender weicher Standortfaktor für die Lebensqualität ein gewichtiges Argument für kontinuierliches Wachstum darstellt.
Die Anbindungen an die Oberzentren Berlin und Potsdam sind gut gestaltet, wenngleich es auch hier erheblichen Besserungsbedarf gibt. Das soziale Umfeld ist auf einem guten Weg (MeR) und durch den Status eines Mittelzentrums hat Teltow nun auch eine Leitfunktion für die gesamte Umgebung. Beklagt wird vor allem das Fehlen eines Gestaltungskonzeptes für die gesamte Region (LP), d.h. die KAT muss auch hier viel wirksamer werden (PW). Ein dringendes Problem, das gemeinsam vor allem zwischen Stahnsdorf und Teltow zu lösen ist, sind schließlich die Verkehrsbeziehungen zwischen diesen beiden Orten.
- Mit dem Themenkomplex „Bedeutung der Biomalzspange im Hinblick auf Stahnsdorfer Befindlichkeiten und die Planung des Landesbetriebs Straßenwesen (LS) – NE L794neu (Netzerweiterung 14)“ wird die Untersuchung der neuralgischen Punkte des Teltower Verkehrssystems an diesen Abend begonnen. Die Dringlichkeit ergibt sich vor allem daraus, dass das LS einen Ausbau des Schenkendorfer Weges vorsieht, der bisher von Teltow politisch nicht gewollt ist, obwohl er Bestandteil des gültigen Verkehrsentwicklungsplanes (VEP) ist. Somit werden drei unterschiediche Umfahrungs-Varianten diskutiert.

A) Offiziell vom LS geplante Verkehrsführung:
1) Voraussetzungen
- Fertigstellung der Nordumfahrung Güterfelde im Zuge der L40
- Bau der L77n im Zuge des Grünen Weges (Stahnsdorf, SD) mit Anschluss an
Quermate als Verbindung zur Teltower (TE) Gemeindestraße „Biomalzspange“
und Verlängerung über SD/Schenkendorfer Weg bis zur L40.
2) Maßnahme à Ablehnung, da für TE nicht akzeptabel!
- Ab Abzw. SD/Schenkendorfer Weg/Grüner Weg soll im Zuge der
geplanten NE794 als weiträumige Umfahrungsmöglichkeit für den TE-Ortsteil
Ruhlsdorf der Schenkendorfer Weg in seiner gesamten Länge unter Kreuzung von
TE/Stahnsdorfer Straße bis TE/Ruhlsdorfer Straße ausgebaut werden.
3) Bedeutung
- Entlastung SD, L77alt durch L77neu mit Anbindung nach Kleinmachnow (KM)
von Osten über B101/L40 kommend bzw. Umfahrung TE-SD zur Entlastung L76
- Entlastung der L77alt von Westen kommend über L40 durch L77neu,
SD/Quermate, TE/Biomalzspange nach KM bzw. Nordumfahrung TE nach Berlin
- Erschließung Gewerbegebiet SD
- Umfahrung von TE-Ruhlsdorf auf drei Wegen aus O oder W auf L40:
L40/L77neu (mit Entlastung L76/L77alt, Ri. NW) bzw. L40/Biomalzspange (mit
Entlastung TE/Iserstraße, K6901, Ri, N) bzw. Ablehnung L40/NE794 (Ri. NO)
B) Forderung „Runder Verkehrstisch Stahnsdorf“:
1) Voraussetzungen
- Ablehnung der Nordumfahrung Güterfelde im Zuge der L40 hat hierauf keine
Auswirkungen und bleibt deshalb in der weiteren Diskussion unberücksichtigt
- Ablehnung der L77neu, dafür Ausbau SD/Schenkendorfer Weg bis
TE/Stahnsdorfer Straße, um dann über TE/Iserstraße (K6901) bzw.
TE/Stahnsdorfer Straße/SD/Ruhlsdorfer Straße/Hamburger Straße/Quermate auf
die Biomalzspange zu gelangen
- Ablehnung der geplanten Biomalzspange durch SD
2) Maßnahme
- Durch SD wird angestrebt, die Biomalzspange ab SD/Quermate nicht direkt zum
Kreisel TE/Potsdamer Straße, sondern ab TE/Bremer Straße über Iserstraße zum
Liebigplatz zu führen. Der Kreisel TE/Potsdamer Straße wäre damit ad absurdum
geführt. à Ablehnung, da für TE nicht akzeptabel!
- Ab Abzw. SD/Schenkendorfer Weg/Grüner Weg könnte im Zuge der geplanten
NE794 als weiträumige Umfahrungsmöglichkeit für den TE-Ortsteil Ruhlsdorf der
Schenkendorfer Weg in seiner gesamten Länge unter Kreuzung von
TE/Stahnsdorfer Straße bis TE/Ruhlsdorfer Straße ausgebaut werden und würde
somit ebenso den SD-Forderungen entgegenkommen (sowohl kostenmäßig als
auch verkehrspolitisch). à Ablehnung, da für TE nicht akzeptabel!
3) Bedeutung
- Die SD-Forderungen wären damit weitgehend realisiert, auch die Biomalzspange
wäre damit aus dem Rennen; der Verkehr würde somit an SD vorbei nur über
TE/Iserstraße, Ri. NW und N sowie Ruhlsdorfer Straße, Ri.NO abgeleitet werden.
Da ferner SD/Ruhlsdorfer Straße gekappt werden soll, bliebe die L77alt als
Durchgangsstraße von Güterfelde nach KM erhalten und weiterhin stark belastet.
- TE würde damit den gesamten Verkehr von SW und SO auffangen.
C) Vorschlag „Agenda Teltow“:
1) Voraussetzungen
- Unterstützung der Ablehnung der L77neu nicht in voller Länge, sondern Bau nur
zwischen L40 und SD/Quermate à Kosten wären dann von SD zu tragen, da
L77neu nicht gebaut würde
- Alternativ wäre der Ausbau SD/Schenkendorfer Weg bis TE/Stahnsdorfer Straße
oder sogar beides möglich.
- Ablehnung des Ausbaus TE/weiterer Schenkendorfer Weg von TE/Stahnsdorfer
Straße bis TE/Ruhlsdorfer Straße
2) Maßnahme
- Bau SD/Schenkendorfer Weg von L40 bis SD/Güner Weg oder weiter bis
TE/Stahnsdorfer Straße
- Bau der geplanten Biomalzspange
- Ablehnung des Vorschlages LS für NE-794


3) Bedeutung
- Ein Teil der SD-Forderungen wäre damit realisiert, allerdings nicht der
Verzicht auf die Biomalzspange
- Nach Kappung von SD/Ruhlsdorfer Straße bliebe die L77alt als
Durchgangsstraße von Güterfelde nach KM erhalten und weiterhin stark belastet.
- Durch den Verzicht auf die NE-L794 würde die Biomalzspange ihrer
Umfahrungsfunktion von TE-West bzw. SD-Ost voll gerecht werden und somit
die Hauptverkehrsströme von SW nach NO über Güterfelde/L40/
SD/Schenkendorfer Weg/Biomalzspange/Kreisel TE/Potsdamer Straße
aufnehmen und dort über TE/Nordspange nach KM oder BE/N bzw. –NO
lenken. Von SO nach NW bzw. N würde der Verkehr von der B101/L40 über
SD/Schenkendorfer Weg/Biomalzspange/Kreisel TE/Potsdamer über die L76
nach KM bzw. über TE/Nordspange nach KM oder BE/N bzw. –NO gelangen.
- Durch diese Maßnahmen wäre sowohl eine großräumige Umfahrung von
Ruhlsdorf als auch Stahnsdorf und Teltow-Zentrum
realisiert, was SD und
TE gemeinsam zugute käme. Damit wäre eine deutlich höhere Auslastung der
Biomalzspange und somit bessere Lärmschutzmaßnahmen zu erreichen, was
bisher durch deren Gegner abgestritten wird.
- Die zusätzliche Belastung des Umfeldes TE/Ruhlsdorfer Platz muss unbedingt
verhindert werden.
- Die Verkehrsführung ab SD/Schenkendorfer Weg/Grüner Weg ist für TE
belanglos
(sowohl weiter über SD/Grüner Weg/Quermate als auch über
SD/Ruhlsdorfer Straße/Hamburger Straße wären denkbar). Im Sinne einer
Lärmberuhigung der Neubauern-Siedlung, der weiteren Erschließung des SD-
Gewerbegebietes sowie der Nutzung der bereits fertiggestellten Quermate inkl.
Kreisel macht allerdings die Trassenführung über SD/Grüner Weg/Quermate
weitaus mehr Sinn.
Schlussfolgerungen
- Die Teilnehmer verständigen sich nach intensiver Diskussion schließlich auf die Durchsetzung der Variante C, die für die Gemeinden TE und SD die pragmatische Lösung sein dürfte. Voraussetzung dafür ist, dass zum einen ein Moratorium für den Erhalt der Buschwiesen, die Herausnahme des Ausbaus von TE/Schenkendorfer Weg aus dem VEP TE sowie die weitere Qualifizierung dieses Weges vor allem im Sinne des Rad-, Reit- und Wanderwege-Konzeptes geschlossen wird. Zum anderen muss SD dringend davon überzeugt werden, dass die Biomalzspange sowohl für TE als auch für SD eine wesentliche Bedeutung zur Entlastung der Orte besitzt.
- Über die KAT ist dringend geboten, einen gemeinsamen VEP für die Region zu erarbeiten, der endlich mit den Egoismen der drei Kommunen aufräumt.
- Für die weitere Entwicklung der Straßen spielen auch die B-Pläne und der FNP eine entscheidende Rolle, da sie die weitere Nutzung der Flächen definieren. LJ mahnt den Vorrang der künftigen Stadtgestaltung an, so dass daraus die Verkehrswege abgeleitet werden sollten. Der Status quo lässt aber keine beliebigen Veränderungen zu, so dass ein gegenseitiges Abwägen der Möglichkeiten notwendig ist.
- Ausgehend von diesen Randbedingungen ist unbedingt gegenüber dem LS zu artikulieren, dass TE den Bau der NE-L794 nicht für erforderlich hält. Hier ist dringend Konsenz zwischen den Parteien zu erreichen, um den Ausbau endgültig abzulehnen. Entsprechende Einwendungen an das LS müssen im Laufe des September/Oktober sowohl durch die Stadtverwaltung, die Parteien als auch durch die Agenda auf den Weg gebracht werden.

TOP5: Kurz-Info zur Kreis-Buskonferenz (FD)
FD berichtete kurz über den Verlauf der Kreis-Buskonferenz, deren 4. Sitzung am 26.08.2009 in Teltow stattfand. Es wurde noch einmal darauf hingewiesen, dass über die Tätigkeit der AG Stillschweigen vereinbart wurde, solange keine greifbaren Ergebnisse vorliegen. Auf die entsprechende Veröffentlichung durch den Kreis PM wird verwiesen.
Zur Zeit werden vier Modelle diskutiert, von denen drei durch den Auftragnehmer PTS AG und eines durch die Lokalen Agenden TE/KM sowie den „Runden Verkehrs-Tisch Stahnsdorf“ erarbeitet wurden. Dabei zeigte es sich, dass der große Wurf noch nicht erreicht ist, zumal zunächst nur der künftige Verlauf der Stammlinien in TKS ohne den Verlauf der Erschließungslinien erarbeitet wurde. TE und SD mahnten eine bessere Stammbedienung des südlichen/Südöstlichen Ortsbereiches an, während KM vor allem die N-Anbindung reklamierte. Ausgehend von den weiteren Zuarbeiten der AG-Mitglieder finden die nächsten AK-Treffen am 10.09. und 07.10.2009 statt.

Die Einbeziehung der breiten Öffentlichkeit soll dann spätestens ab November erfolgen, wofür als Auftakt erneut eine Regionale Buskonferenz geplant ist.

TOP6: Sonstiges (FD)
- Terminfestlegung der nächsten AG-Sitzungen:
. 14.09.2009, 19:15 Uhr, Bürgerhaus Teltow
. 06.10.2009, 19:00 Uhr, Bürgerhaus Teltow

Arbeitsgruppe in Teltow: Niederschrift