Wirtschaft Wohnen Naherholung & Tourismus Kultur & Engagement Bildung Verkehr
Startseite Verkehr Stadtentwicklung und Verkehr Teltow

Verkehr


Presse Konzepte Stadtentwicklung und Verkehr Teltow

Kontakt Haftungssauschluss Verweise Inhaltsverzeichnis Impressum

Niederschrift

Niederschrift zur 1. (Konstituierenden ) Sitzung der Agenda-AG „Stadtentwicklung/Verkehr“ am 05.08.2009 (Stand 07.08.09)

Sitzungszeit: 19:15–21:20 Uhr Sitzungsort: Sitzungssaal „Altes Rathaus“
Moderation/Niederschrift: D. Fanter
Teilnehmer (alphabetisch): D. Fanter, H. Kaffenberger, Hr. Lämmle, R. Munkel, Hr. Notz,
W. Pacholek, M. Weber, K. Weißenberg, E. Wigand

TOP1: Begrüßung durch den Einladenden D. Fanter (FD)
FD begrüßte die trotz Urlaubszeit erschienenen Agenda-Mitglieder sehr herzlich.
Die auf dem letzten Agenda-Plenum von FD ins Leben gerufene neue AG „Stadtentwicklung/Verkehr“ setzt sich aus Mitgliedern der bisherigen AGen „Altstadt“, „CityBus/ÖPNV“ und „Ruhlsdorfer Platz“ zusammen und bildet den Part aus der Teltower Bürgerschaft, der sich in die Arbeit der zeitweiligen AG des SVV-Ausschusses für „Bauen, Wohnen und Verkehr“ (AG BA) im Sinne der Agenda-Tätigkeit auf diesem sehr breiten Themengebiet konstruktiv einbringen will. Diese Vorgehensweise ergab sich aus dem Umstand, dass es nicht vorgesehen ist, Agenda-Sachkundige direkt in die AG BA zu integrieren.
Mit dem Vors. der AG BA (P.-J. Trog) wurde abgestimmt, dass eine Delegation von max. drei Mitgliedern der Agenda-AG nach Konstituierung der AG BA am 19.08.2009 an den dortigen Sitzungen teilnehmen und Beiträge zur Lösung der benannten Themen aus ihrer Sicht vorstellen darf
TOP2: Festlegung der TO (FD)
Die vorgeschlagene TO wurde von den Teilnehmern einhellig gebilligt.
TOP3: Bestimmung der AG-Leitung und der Delegierten für die Teilnahme an der AG BA
AG-Leitung: Es wurde einhellig gebilligt, dass die AG wie alle anderen Gruppen auch im Sinne der Agenda tätig werden. Spezielle Verhaltensregeln sind in diesen für jeden Bürger offenen Gruppen bisher nicht vorgesehen. Im Gegensatz zur AG BA wird die Agenda-Gruppe permanent tätig sein. Mit der Moderation wird bis auf Weiteres Dr. Detlef Fanter betraut.
Delegierte zur AG BA: Um die Ergebnisse der AG in die zeitweilige AG BA einzubringen, werden drei Mitglieder als Delegierte benannt.
Dies sind (alphabetisch) FD, W. Pacholek (PW), E. Wigand WE). Letzterer ist als Delegierter gesetzt, da er Mitglied der AG BA ist. Wieviele Mitglieder jeweils an den AG BA-Sitzungen teilnehmen können, wird durch die AG BA festgelegt.
TOP4: Erarbeitung eines priorisierten Themenkatalogs für die AG (FD)
Vordiskussionen:Bemerkungen zum Entwurf des Landesstraßenbedarfsplanes 2010 (LStrBPl 2010):
FD stellte kurz die für Teltow vorgesehene Landesstraßenbedarfsplanung (NE15 – Netzergänzung L794 – Umfahrung Ruhlsdorf über L40/L77neu/Schenkendorfer Weg) vor.
Es entwickelte sich daraus eine lebhafte Diskussion, die im Kontext zur Stahnsdorfer Diskussion zum dort derzeit diskutierten Verkehrsentwicklungsplan (VEPS) zu sehen ist. Während in der aktuellen Teltower Beschlusslage (VEPT) der Schenkendorfer Weg Bestandteil des künftigen Teltower Hauptstraßensystems ist (K. Weißenberg - WK), gibt es bei der Mehrheit der Runde hierzu erhebliche Widerstände, zumal das Landes-straßenamt (LS) die Ableitung dieses zusätzlichen Verkehrs im Teltower Zentrum völlig offen lässt.
Es konnte deshalb die Frage: „Soll Teltow gegen den LStrBPl 2010 intervenieren oder nicht?“ nicht abschließend geklärt werden. Mehrheitlich wurde jedoch festgestellt, dass man aus heutiger Sicht den Schenkendorfer Weg (WE) wohl nicht mehr in die Überlegungen einbeziehen würde. Eine weitere intensive Diskussion ergab sich aus dem Statement des „Runden Tisches Stahnsdorf“ zum eigenen VEPS, in dem die derzeitigen Trassenführungen von L40, L77neu und Teltower Biomalzspange rundweg abgelehnt werden. Stattdessen will man (ähnlich dem LStrBPl 2010) eine Anbindung an die L40 über den Kreisel Iserstraße (K6901) realisieren. Für Teltow besteht dagegen die einhellige Meinung, dass es kein Zurück weder für die Güterfelder Nordumfahrung im Zuge der L40 noch die Anbindung des neuen Stahnsdorfer Gewerbegebietes über die L77neu geben wird – allerdings wird sich Teltow in die Stahnsdorfer Diskussion auch nicht weiter einmischen.
Auch für den Bau der Teltower Biomalzspange, die seinerzeit auf Bitte Stahnsdorfs geplant wurde, gibt es sowohl in Stahnsdorf als auch in Teltow eine eindeutige Beschlusslage. Für die Stahnsdorfer Anlieger, die mit allen entsprechenden Maßnahmen des Lärm- und Umweltschutzes bedacht werden, trotzdem jedoch mit allen Mitteln versuchen, den Bau der Biomalzspange zu verhindern, besteht eigentlich kein Grund zu intervenieren. Über die nicht gewollte Anbindung des Stahnsdorfer Striewitzweges an die Biomalz-Spange besteht von Seiten der AG jedoch Kompromissbereitschaft.
Eine kontroverse Diskussion ergab sich in der Runde auch aus der geäußerten Skepsis von FD, dass die Fertigstellung der L40 nicht alle Teltower Verkehrsprobleme entschärfen wird, während das Gegenteil immer wieder behauptet wird (siehe auch die mehrfach veröffentlichten DTV-Werte für die Mahlower Straße). H. Kaffenberger (KH), R. Munkel (MR), W. Pacholek (PW), WE und auch WK erwarten trotzdem eine erhebliche Entschärfung. Auch über die weiträumige Umfahrung unserer Region via B101 im Vergleich zur Nutzung von L794 (Ruhlsdorfer Straße) und K6901 (Iserstraße) sowie die Auswirkungen des GVZ in Großbeeren auf den Verkehr in unserer Region gab es unter-schiedliche Ansichten, die künftig sicher genauer zu untersuchen bzw. zu bewerten sind.
Erarbeitung einer Themenliste für die neue AG:
FD legte für die Diskussion der Arbeitsaufgaben der neuen AG den Entwurf eines Themen-katalogs vor, der aus zwei Teilen besteht: A) einer Themengliederung und B) einer daraus abgeleiteten Prioritätenliste. Das Ergebnis der ebenfalls sehr ausführlichen Diskussion ist als erneute Überarbeitung in der Anlage beigefügt. Themengliederung: Anstelle des anderweitig für Sanierungsvorhaben besetzten Begriffes der „Gestaltungssatzung“ wurde stattdessen der Begriff des „Stadtentwicklungskonzeptes“ eingeführt, der bereits mit einem entsprechenden zusammenfassenden Dokument (INSEK) untersetzt ist und somit die Basis für die Arbeit der Gruppe sein wird. Es ergeben sich daraus die beiden Arbeitsschwerpunkte „Stadtentwicklungskonzept“ und „Ordnung des Verkehrs“.
Als wesentliche Elemente der Stadtentwicklung wurden im Konsens die vorhandenen Basisdokumente, die quartierbezogene Stadtgestaltung, die Landschaftsgestaltung und die notwendigen Umweltmaßnahmen gesehen. In letztere wurde auf Bitten von WK noch der Klimaschutz mit aufgenommen.
Bei der Ordnung des Verkehrs werden drei wesentliche Elemente separat betrachtet:
Der fließende Verkehr wird stark durch die administrative Hierarchie bestimmt, so dass die Abstimmung mit Bund und Land (via LS), mit Kreis und Region (via Kreisbehörden und Zusammenarbeit in der Region) sowie innerorts (via eigene Verkehrsbehörde) zwecks Optimierung des vorhandenen Verkehrsgeschehens bzw. zur Erfüllung von Umweltauflagen oder Gefahrenabwendungen unterschiedlich zu behandeln ist.
Der ruhende Verkehr ist zum einen nach der Schaffung von Parkraum (Stellplätze, Parkplätze) und zum anderen nach den Regeln des Parkens (Parkraumordnungen und
–bewirtschaftungen) zu differenzieren.
Der ÖPNV wird derzeit in der Region breit diskutiert. In 2010 ist ein neuer Nahverkehrs-plan (NVP) des Kreises zu erarbeiten. Auf verschiedenen Ebenen bemühen sich Politik, Verwaltung und Wirtschaft um Verbesserungen in der SPNV-Infrastruktur, u.a. auch über die KAT. Weiterhin ist mit Arbeiten zur Neuordnung des üÖPNV in der Region unter Verantwortung des Kreises begonnen worden. Als Teilnehmer dieses Arbeitskreises wird FD in der AG regelmäßig berichten. Ein kurzer Überblick zum Stand wurde gegeben.
Zum Spezialthema „Tram Potsdam-Teltow“ gab es einen weiteren Disput, in dem mehrheitlich der Einsatz dieses Verkehrsmittels auf Grund des unverhältnismäßig hohen Aufwandes abgelehnt und die Entscheidung des Kreises PM dazu unterstützt wird.Themenpriorisierung: Diese lehnt sich eng an die Themengliederung an und sollte in der Abfolge vor allem die Bereiche
1) Basisdokumente mit Empfehlungen für die städtebauliche Ordnung, Fortschreibung von VEPT und NVP sowie die Erarbeitung eines Straßenkatasters,
2) Optimierung des gesamten Teltower Straßennetzes im Kontext mit Land, Kreis und Region unter Berücksichtigung baulicher Randbedingungen,
3) Optimierung und Neuordnung des regionalen Busnetzes, speziell für Teltow,
4) Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung und
5) Optimierung des ruhenden Verkehrs
behandeln. Die Bearbeitung des Themas Landschaftsgestaltung sollte der AG „Landschaftsschutz“ vorbehalten bleiben.
TOP5: Sonstiges
- Die Indiskretionen in den PNN vom 4.8.2009 zum weiteren Verlauf des Projektes
Ruhlsdorfer Platz wurde sowohl vom Redakteur als auch vom „complan“ mit Bedauern
zurückgenommen, was allerdings die Verunsicherung bei allen Beteiligten nicht beendet.
- Nächster Sitzungstermin: 27.08. um 19 Uhr im Bürgerhaus Ritterstraße

Niederschrift Themenkatalog der AG