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Stellungnahme

Verkehrstechnische Erläuterungen zur Begründung des gemeinsamen Antrages DS 118/2009: „(Ablehnung des) Ausbau(s) des Schenkendorfer Weges“ durch die Agenda-AG „Stadtentwicklung /Verkehr“ (Stand 14.09.2009)



Auf ihrer Sitzung am 27.08.2009 befasste sich die AG mit dem dringenden Problem der Netzerweiterung NE-794 (Umfahrung Ruhlsdorf – Anlage 1) des LS im Rahmen des Landesstraßenbedarfsplanes (LStrBPl) 2010, das bis 31.10.2009 zur Auslegung kommt und somit Stellungnahmen durch Bürger und TöB erwartet werden. Da diese Umfahrung erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr der gesamten Region, in Teltow speziell auf die Belastung des Ruhlsdorfer Platzes und das Straßensystem im Ostbereich haben werden, wurde eine sachliche Abwägung über die Sinnfälligkeit dieser Maßnahme für die Stadt Teltow und die Region TKS versucht.
Auf Grund des zeitlichen Druckes konnte die zeitweilige AG des Bau-Ausschusses noch nicht einbezogen werden, so dass durch den gemeinsamen Antrag der Fraktionen von B.I.T., Grünen, Die Linke und dem Freien Mandatsträger, sowie potenziell auch von der CDU und Teilen der SPD, versucht wurde, eine zeitlichen Vorlauf zu erreichen.

Die AG verständigte sich nach intensiver Diskussion schließlich auf den Vorschlag zu einer Variante, die für die Gemeinden Teltow (TE) und Stahnsdorf (SD) die pragmatischste Lösung sein dürfte. Voraussetzung dafür ist, dass zum einen ein Moratorium für den Erhalt der Buschwiesen, die Herausnahme des Ausbaus des Schenkendorfer Weges aus dem Verkehrsentwicklungsplan TE sowie die weitere Qualifizierung dieses Weges vor allem im Sinne des Rad-, Reit- und Wanderwege-Konzeptes geschlossen wird. Zum anderen muss SD dringend davon überzeugt werden, dass die Biomalzspange sowohl für TE als auch für SD eine wesentliche Bedeutung zur Entlastung der Orte besitzt, zumal diese im Gegensatz zum Schenkendorfer Weg an der Ortsperipherie liegt und vom Standpunkt des Lärm- und Umweltschutzes aus die weitaus günstigere Trassenführung zur Umfahrung von Ruhlsdorf, Teltow und auch Stahnsdorf darstellt (s. Anlage 2 – dicke grüne Linie).

Voraussetzungen Kein Bau der „L77neu“ und Trennung der SD/Ruhlsdorfer StraßeBau der Verbindung zwischen L40 und SD/Quermate via SD/Grüner Weg sowie Anbindung der „Biomalzspange“ (wie bisher geplant) mit Umwidmung zur NE-794 bis zur L76 (Kreisel Potsdamer Straße)
à Kosten wären dann vom LS zu tragen, da NE-794 anstelle „L77neu“ gebaut würde (man könnte diesen Straßenverlauf auch als „L77neu“ widmen)
à würde der Straßenzug nicht gewidmet werden, wären die Kosten allein von SD zu tragen
Als 1. Alternative wäre der Ausbau SD/Schenkendorfer Weg bis TE/Stahnsdorfer Straße oder sogar beides möglich.
à Kosten wären hier von LS zu übernehmen, da sowohl für „L77neu“ als auch NE-794 eingeplant
Falls nicht vom Bau der „L77neu“ abgerückt würde, ergäbe sich als 2. Alternative der Anschluss über SD/Quermate und Biomalzspange ebenfalls zur L76 (Kreisel Potsdamer Straße), dann als NE-794 à entspricht der bisherigen Planung kein Ausbau des Schenkendorfer Weges von TE/Stahnsdorfer Straße bis TE/Ruhlsdorfer Straße

vorgeschlagene Maßnahmen Grundsätzlicher Ausbau SD/Schenkendorfer Weg von L40 bis SD/Grüner WegAlternativer Weiterbau bis TE/Stahnsdorfer Straße oder SD/Grüner Weg bis SD/Quermate à hängt von SD ab
Grundsätzlicher Bau der geplanten Biomalzspange
Sperrung TE/Iserstraße für den Durchgangsverkehr
Widmung des grünen Straßenzuges möglicherweise als „L77neu“
Ablehnung des LS-Vorschlages im LstrBPl zur NE-794

BedeutungEin Teil der SD-Forderungen könnte damit realisiert werden, allerdings nicht der Verzicht auf die Biomalzspange! Nach der gewünschten Kappung von SD/Ruhlsdorfer Straße bliebe die „L77alt“ als Durchgangsstraße von Güterfelde nach Kleinmachnow (KM) erhalten und weiterhin stark belastet!
à Umwidmung des neuen Straßenzuges zur „L77neu“ macht deshalb Sinn!
Durch den Verzicht auf die derzeit geplanten „L77neu“ und NE-794 würde die Biomalzspange ihrer Umfahrungsfunktion von SD-Ost und TE-West voll gerecht werden und somit die Hauptverkehrsströme (in Anlage 2 schematisch durch die orangenen Pfeile gekennzeichnet) von:
a) SW nach NO von Güterfelde/L40 + SD/Schenkendorfer Weg/Biomalzspange + Kreisel TE/Potsdamer Straße aufnehmen und dort über TE/Nordspange nach KM oder Berlin (BE)/N bzw. –NO lenken.
b) SO nach NW bzw. N von der B101/L40 + SD/Schenkendorfer Weg/Biomalzspange + Kreisel TE/Potsdamer über die L76 nach KM über SD/Waldschänke/Stolper Weg bzw. über TE/Nordspange nach KM oder BE/N bzw. –NO lenken.
Durch diese Maßnahmen wäre sowohl eine großräumige Umfahrung von Stahnsdorf im Osten sowie Ruhlsdorf und Teltow-Zentrum im Westen realisiert, was SD und TE gemeinsam zugute käme.
Damit wäre eine deutlich höhere Auslastung der Biomalzspange und somit verbesserte Lärmschutzmaßnahmen zu erreichen. (Die Gegner der Biomalzspange zweifeln generell an deren Notwendigkeit, was durch den vorgeschlagenen Straßenverlauf widerlegt werden dürfte!)
Die zusätzliche Belastung des Umfeldes TE/Ruhlsdorfer Platz würde erheblich verringert werden.
Die in SD umstrittene Verkehrsführung ab SD/Schenkendorfer Weg/Grüner Weg ist für TE belanglos, da sowohl die Fortsetzung über SD/Grüner Weg/Quermate als auch über SD/Ruhlsdorfer Straße/Hamburger Straße denkbar wären.
Im Sinne einer Lärmberuhigung der Neubauern-Siedlung in SD, der weiteren Erschließung des SD-Gewerbegebietes „Greenpark“, der Nutzung der bereits fertiggestellten Quermate inkl. Kreisel sowie der Möglichkeit einer Widmung als „Lxxxneu“ macht allerdings die Trassenführung über SD/Grüner Weg/Quermate weitaus mehr Sinn!


Dr. Detlef Fanter

Straßenkarte TKS 2015

Einladung zur nächsten Sitzung 6.10./Die Arbeitsgruppe Stadtentwicklung