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Strategiepapier vom Juli 2008

Die Projektgruppe wandte sich mit folgenden Überlegungen und Verbesserungsvorschlägen im Juli 2008 an Havelbus:

Projektgruppe Regionales Buskonzept
Dr. Detlef Fanter, Lokale Agenda Verkehr Teltow
Michael Lippoldt, Lokale Agenda Verkehr Kleinmachnow
Martin Heiland, Arbeitsgruppe Verkehrskonzepte Stahnsdorf
Dr. Jens Klocksin MdL, c/o Büro Dr. Klocksin, Potsdamer Straße 10, 14513 Teltow
Teltow, 17. Juli 2008

Bedienangebot der HVG in der Region Teltow / Kleinmachnow / Stahnsdorf (TKS)

Die Linien 623 bis auf eine Ausnahme im Frühberufsverkehr und 629 werden auch in der Hauptverkehrszeit im 20-Minuten-Takt geführt. Damit wird dem steigenden Verkehrsaufkommen und insbesondere dem Pendlerverkehr im Zeitfenster 6:30 bis 9:30 Uhr und 16:00 bis 19:00 Uhr weiterhin nicht Rechnung getragen. (insgesamt nicht befriedigend gelöst)Die Linie 629 fährt ab Berlin Mexikoplatz in Richtung Teltow nach wie vor zur Minute 03, obwohl die aus Berlin Mitte einfahrenden Züge den S-Bahnhof um 04 erreichen. Nur jeder 2. Zug hat damit einen Anschluss mit einer Wartezeit von 9 Minuten, ansonsten beträgt die Wartezeit 19 Minuten! Dieses Defizit in der Abstimmung verlängert die Gesamtreisezeit und macht die Verbindung unattraktiver. Das gilt insbesondere in den Abendstunden ab 19:00 Uhr, wenn der Takt auf 30 Minuten ausgedünnt wird. Andererseits gehen durch die Verlegung der letzten Fahrten auf die Abfahrt zur Minute 08 die Anschlüsse in Richtung Potsdam verloren. (insgesamt nicht befriedigend gelöst)……Die Umsteigezeiten der Linie 601 am Regionalbahnhof Teltow sind im Berufsverkehr bis 20:00 Uhr sehr knapp bemessen, so dass bei geringfügigen Verspätungen des Busses, die durch Baustellen und die engen Busumläufe sehr häufig auftreten, der RE 4 nicht mehr erreicht werden kann. Damit verliert eine sinnvolle üÖPNV/ SPNV-Verknüpfung an Akzeptanz und der Buszubringer an Kunden. Auch künftig wird sich der Bus an der Schiene orientieren müssen. (durch neuen Fahrplan des RE4 verbessert)Die überaus starke Frequentierung des Busses 6:58 der Linie 601 in Richtung Potsdam ist mit seinen Folgeerscheinungen teilweise unzumutbar. Hier gelang es bisher nicht, Abhilfe zu schaffen. (weiterhin offen)
Im täglichen Abend- und Wochenendverkehr kam es ab Herbst 2007 durch eine Vorverlegung der Fahrzeiten der Linie 601 und fehlende Abstimmung mit der BVG am S-Bhf. Teltow Stadt zu erheblichen Anschlussverlusten, wodurch die Attraktivität der schon ungenügend genutzten S 25 nicht gerade gesteigert wird. Auch lässt die Abstimmung der operativen Umsteigerbeziehungen zwischen den Linien 117 (BVG) und 601 (HVG) sehr zu wünschen übrig. (für Linie 117 seit Dez. 2008 gelöst, für Linie 601 nicht)
Gleiches gilt für die Umsteigebeziehungen zwischen den Linien 117 und 601 am Haltepunkt Stahnsdorf Waldschänke. (weiterhin offen)
Unverständlich bleiben das fehlende Angebot der Linie 623 in den Abendstunden zwischen Warthestraße und Stahnsdorf bzw. der Linie 620 zwischen dem Teltower Ortsteil Ruhlsdorf zum S-Bhf. Teltow Stadt oder ebenfalls zur Warthestraße. (insgesamt noch offen)Mit der Fertigstellung der Teltower Nordspange und der Biomalzspange nach Stahnsdorf sollte auch eine Neuordnung der Linien 620, 621, 622B, 624, 627 und 629 im Zusammenhang mit der Anbindung von Ruhlsdorf über Iserstraße zur Warthestraße oder über Ruhlsdorfer Straße zum S-Bhf. Teltow Stadt bedacht werden. Dadurch könnte auch der zeitweilige Parallelverkehr von vier Linien auf der Iserstraße vermieden werden. (insgesamt noch unbefriedigend gelöst)Die Fahrtzeiten aus der Region TKS zum R- und S-Bahnhof Berlin Wannsee sollten durch die Einführung einer Schnellbuslinie verkürzt werden, ggf. durch die Optimierung der Streckenführung der Linie 620. (Angebot teilweise verbessert)
Weiterhin geben wir zu bedenken, dass auch die Kundenfreundlichkeit und damit die Attraktivität und Akzeptanz der HVG durch technische Maßnahmen erhöht muss:

An den Knoten Teltow Warthestraße, Teltow Regionalbahnhof, Kleinmachnow Rathausmarkt, Kleinmachnow OdF-Platz und Stahnsdorf Waldschänke sollten - analog den geplanten Maßnahmen in Werder - elektronische Anzeigen (RBL) zur Verbesserung der Orientierungsmöglichkeiten der Kunden installiert werden, damit im Falle von Verspätungen Dispositionsmöglichkeiten gegeben sind. (Hinweis: In der seit Februar 2005 bestehenden RBL am S-Bhf. Teltow Stadt ist die Anzeige der Daten der Teltower CityBus-Linie 622B immer noch nicht integriert à erledigt).Die Einführung eines Funkkontaktes zwischen den Bussen der HVG und der BVG könnte Anschlüsse sichern helfen. (technisch bisher nicht möglich)
Mit dem Wachstum der Einwohner in der Region TKS, das bis zu mehr als dreimal so hoch war wie im gesamten Landkreis Potsdam-Mittelmark, und weiteren Wachstumserwartungen steht die Region auf verkehrspolitischen Gebiet vor größten Herausforderungen. Für uns stellt sich die Frage, in welchem Umfang die HVG beim Fahrgastaufkommen von diesem Wachstumsschub profitiert hat und wie sich das Unternehmen auf die weitere Entwicklung einrichtet.

Die Kritik der Fahrgäste am derzeitigen Angebot (z.B. „unzumutbare Zustände zu Spitzenverkehrszeiten“) zeigt, dass eine Kundenansprache ausschließlich über rationale Kriterien wie Fahrtzeit, Kosten und Kapazität nicht mehr ausreicht, um den Wettbewerb mit dem Individualverkehr zugunsten des ÖPNV zu entscheiden. Der ÖPNV braucht deshalb auch eine Marketingstrategie, die mehr ist als das Vorhalten von Fahrplänen.

Neues ÖPNV-Konzept für Region Ergebnisprotokoll eines "Round-Table-Gesprächs"