Wirtschaft Wohnen Naherholung & Tourismus Kultur & Engagement Bildung Verkehr
Startseite Verkehr Presse

Verkehr


Presse Konzepte Stadtentwicklung und Verkehr Teltow

Kontakt Haftungssauschluss Verweise Inhaltsverzeichnis Impressum

Leserbrief von Peter Weis, Kleinmachnw

Stammbahn - Neue Studie für S-Bahn ist ohne Berücksichtigung der Betriebskostenkalkulation wertlos



Die von der DB vorgestellte Studie zur Stammbahn als S-Bahn ist für die Aussage der weiteren Empfehlung einer Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU) mängelbehaftet!

Eine NKU kann nur empfohlen werden, wenn die voraussichtlichen Betriebskosten bekannt sind. Diese wurden von der DB aber verständlicherweise nicht genannt.

Die DB, der eigentliche Auftraggeber Europarc und der ehemalige Bürgermeister Blasig haben/hatten Eigeninteressen. Hr. Grubert als neuer Bürgermeister tritt erstmals als Erbe der Vergangenheit Blasig mit seiner positiven Beurteilung der Stammbahn ohne Zwang in Widerspruch zur breiten politischen Mehrheit der Region T-K-S. Damit stellt er seine im Wahlkampf propagierte Teamfahigkeit in Frage.

Nicht ohne Grund wurde in der kommunalen Arbeitsgemeinschaft Teltow" (KAT) von den Bürgerinitiativen BiK-BIT-BfB und der FDP der Region ein Antrag für eine Einrichtung einer ÖPNV-Arbeitsgruppe ohne Thema Stammbahn als S-Bahn eingebracht. Die Betriebskosten dieser Strecke sind im Vergleich zur Friedhofsbahn teurer als der tatsächliche Nutzen für die Region.

Die Interessen der DB liegen an der Stammbahnstrecke, weil diese mehr Betriebserlöse bringt und der Klage der evangelischen Kirche gegen die DB zur Betriebsaufnahme der Friedhofsbahn keine Munition gegeben werden soll.

Der Europarc als Hauptfinanzier argumentiert mit derzeit zu vielen Stellplätzen für Autos, die bei der S-Bahn dann nicht mehr nötig seien, obwohl sich die Anbindung von Dreilinden/Europarc an das S-Bahn-Netz via Friedhofsbahn oder Stammbahn nur dann sinnvoll rechnet, wenn auch Fahrgästen ein großzügiger P+R geboten wird. Pikant an der Studie ist, dass der Europarc sich gegen einen P+R-Platz ausspricht aber gleichzeitig die von ihm finanzierte Studie unter der Voraussetzung eines P+R-Platz für 1000 PKW eine positive Empfehlung geben soll.

Die Stammbahnbefürworter fordern mit einer Erhöhung der S-Bahn-Kilometerleistung um 641.000 km/a Betriebskosten in Größenordnungen (ca. 3-5 Mio €/Jahr), die Berlin keinesfalls finanzieren wird, da Berlin keinen großen Nutzen aus dieser Strecke ziehen kann.

Die Verlängerung der Friedhofsbahn von Stahnsdorf über Dreilinden nach Wannsee ist deutlich kürzer, hätte auch für das Land Berlin Vorteile, da der P+R-Platz im Europarc außerhalb der Stadt liegt, eine direkte Anbindung an die Stadtbahn, die Anhalterbahn und zum Regionalbahnhof Wannsee für die Bewohner von T-K-S und dem südwestlichen Umland günstiger liegt und mit Verlängerung der S1 von Wannsee nach Stahnsdorf selbst bei 10-min-Takt deutlich geringere Betriebskosten erwartet werden können. Kleinmachnow-Europarc braucht eine S-Bahn-Anbindung mit P+R! Dieses aber mit mehr Gemeinsamkeit und Konsensualer Zustimmung in der Region! Diesen haben die Initiatoren (Blasig, Klocksin, Stäglin) und der Europarc leider nicht gesucht.

Eine ständige Wiederholung von einseitigen überzogenen Forderungen der Inbetriebnahme der toten Gleisanlage „Stammbahn“ führt nicht zum Ziel. Nur gemeinsam kleinere Brötchen in T-K-S backen bringt uns den Spatz in die Hand (Friedhofsbahn). Die Taube (Stammbahn) bleibt weiter auf dem Dach.

Karl-Peter Weis, Kleinmachnow

Presse S-Bahn fährt ab Spätsommer öfter nach Teltow