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S-Bahn fährt künftig öfter nach Teltow

S-Bahn fährt künftig öfter nach Teltow

Ab 31. August beginnt die Testphase im Zehn-Minuten-Takt

Der S-Bahn-Takt zwischen Teltow und Berlin wird verkürzt. Ab 31. August soll die S-Bahn tagsüber alle 10 statt alle 20 Minuten fahren. Das teilte das Brandenburgische Verkehrsministerium mit. „Wir wollen den Berufspendlern und Ausflüglern einen attraktiven Takt von Teltow in die Hauptstadt bieten“, so Verkehrsminister Reinhold Dellmann (SPD). „Damit erleichtern wir den Umstieg vom Auto in die S-Bahn.“ Trotz guter Straßenanbindung aus Brandenburg in den Süden von Berlin gebe es einen klaren Zeitvorteil bis in die Berliner Innenstadt. Mit der S-Bahn erreiche man den Potsdamer Platz in 24 Minuten, was mit dem Auto nicht zu schaffen sei, so Dellmann.

Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD) begrüßte gegenüber den PNN die Entscheidung. „Ab Mitte Mai ist Teltow Mittelzentrum, da steht uns das gut zu Gesicht.“ Der bisherige Takt habe die Nutzung wenig attraktiv gemacht, die Taktverdichtung sei deshalb schon seit langem vom Rathaus gefordert worden. Der S-Bahnhof Teltow-Stadt wurde vor vier Jahren eröffnet: Mit der drei Kilometer langen Strecke wurde seinerzeit für die Summe von 32,5 Millionen Euro eine der letzten Lücken in dem durch den Mauerbau zerrissenen Berliner S-Bahnnetz geschlossen.

Alle 20 Minuten rollen die Züge der Linie 25 seitdem von der Mahlower Straße in Teltow bis zum Potsdamer Platz und sogar bis weit in den Norden Berlins. Täglich nutzen derzeit rund 3 500 Fahrgäste das Angebot, damit liegen die Fahrgastzahlen weit unter den ursprünglichen Erwartungen von 5000 und mittelfristig sogar 10 000 Fahrgästen. Mit zusätzlichen Zügen in der Hauptverkehrszeit von 5 Uhr bis 19 Uhr wochentags rechnet das Verkehrsministerium zumindest mit einer Erhöhung auf über 4000 Fahrgäste. Auch samstags (8 bis 19 Uhr) und sonntags (11 bis 19 Uhr) soll der Takt verkürzt werden. Weitere Fahrgastpotenziale werden durch die Nutzung des gerade eingeführten Seniorentickets erwartet.

Tobias Heinemann, Geschäftsführer der S-Bahn Berlin GmbH erklärte: „Mit der Verdoppelung des S-Bahn-Angebotes erhalten die Bewohner von Teltow eine ballungsraumgerechte Anbindung an die Berliner City, die sich sehen lassen kann.“ Jetzt komme es darauf an, dass die Menschen das Angebot auch wirklich nutzen, „damit die rotgelben Züge auch nach der Testphase so häufig zwischen Umland und Hauptstadt rollen“. Der S-Bahn-Chef kündigte an, mit den Kommunen und Verkehrsgesellschaften auch an der Verbesserung des Buszubringerverkehrs zu arbeiten. Die Züge sind zunächst bis zum Fahrplanwechsel 2010 bestellt. Nach einer Auswertung des Fahrgastaufkommens werde dann über die Weiterführung des Angebots entschieden, wie es hieß.

Bis zur letzten Berliner Station Lichterfelde-Süd besteht der Zehn-Minuten-Takt bereits, für die letzte Station Teltow wird bislang jeder zweite Zug ausgesetzt. Teltows Bürgermeister Schmidt ist sich sicher, dass die Taktverdichtung zusätzliche Fahrgäste anlocken wird. Schon jetzt sei der P+R-Parkplatz gut gefüllt. „Wenn die S-Bahn dann noch bis Stahnsdorf verlängert werden könnte, wäre es ein Gewinn für die gesamte Region“, sagte Schmidt.

Henry Klix

pnn, 27.4.2009

Die S-Bahn fährt öfter nach Teltow Berlin-Brandenburg: Künftig 10-Minuten-Takt