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Teltower S-Bahn fährt öfter



Teltower S-Bahn fährt öfter

Ab August im 10-Minuten-Takt nach Lichterfelde / Auftrieb für Ringschluss-Verfechter

Die S-Bahn der Linie 25 von Teltow nach Lichterfelde soll ab dem 31. August dieses Jahres tagsüber im 10-Minuten-Takt verkehren. Dies kündigt Brandenburgs Verkehrsminister Reinhold Dellmann (SPD) an. Dafür hat das Land Brandenburg bei der S-Bahn GmbH Berlin zusätzliche Züge bestellt. Bislang befährt die S-Bahn die Strecke im 20-Minuten-Rhythmus. Die neuen Fahrzeiten sollen vorerst bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2010 gelten.

„Wir wollen den Berufspendlern und Ausflüglern eine attraktive Verbindung nach Berlin anbieten und sie motivieren, vom Auto in die S-Bahn umzusteigen“, begründet Dellmann die Entscheidung seines Hauses. Trotz guter Straßenverbindungen von Brandenburg in den Süden Berlins habe die S-Bahn einen klaren Zeitvorteil. In nur 24 Minuten am Potsdamer Platz zu sein, sei mit dem Auto nicht zu schaffen, wirbt der Minister.

Auch die S-Bahn GmbH selbst erhofft sich von der dichteren Zugfolge einen größeren Zuspruch der Teltower. „Als wir die Strecke 2005 eröffneten, sind wir von 5000 Fahrgästen täglich ausgegangen. Obwohl Teltow den Anschluss ausdrücklich forderte, nutzen derzeit nur etwa 3500 Reisende die Verbindung nach Lichterfelde. Mit dem neuen Fahrtakt setzen wir auf eine Erhöhung des Aufkommens auf mehr als 4000 Fahrgäste“, sagt S-Bahn-Geschäftsführer Tobias Heinemann. Das gerade erst eingeführte Seniorenticket VBB-Abo 65plus könnte vielleicht darüber hinaus mehr ältere Menschen bewegen, die S-Bahn zu nutzen.

Teltows Wirtschaftsförderer Sören Kosanke (SPD) sieht in dem 10-Minuten-Takt eine positive Reaktion der Bahngesellschaft auf die Fach- und Ideenkonferenz vom März dieses Jahres, auf der sich regionale Politiker und Verkehrsexperten zu einem Verkehrsringschluss bekannt hatten. „Das ist ein Eingeständnis der S-Bahn, dass es sich rentieren würde“, sagte er. Dies bestärke die Stadt Teltow, der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft „Der Teltow“ (KAT) in der Sitzung am 6. Mai den Beschluss vorzuschlagen, ein Büro mit einer Nutzen-Kosten-Untersuchung zu beauftragen. Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD) freut sich ebenfalls auf die angekündigte Verdichtung des Fahrtaktes. „Das wird unsere Region weiter aufwerten“, sagt er. Schmidt ist optimistisch, dass die höhere Mobilität der S-Bahn doch einige Teltower dazu bewegen wird, das Auto öfter mal stehen zu lassen.

(Von Heinz Helwig)

MAZ, 27.4.2009

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