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Grundstücksmarkt 2009

In der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für Grundstückswerte sind im Jahr 2009 3.234 Urkunden über Grundstücksverkäufe, Erwerb von Eigentumswohnungen u.a. eingegangen. Die Anzahl der Urkunden ist gegenüber dem Vorjahr 2008 um 6,7 % (233 Verträge) gesunken.
Auffällig ist der Rückgang von Kauffällen bei den land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken. Hier fiel die Anzahl der Urkunden um knapp 23 % (171 Verträge). Bei den Gemeinbedarfsflächen wurden 17 Verträge weniger gezählt als im Vorjahr. Das ergibt einen Rückgang um ca. 15 %.
Bei den bebauten Grundstücken wurden 20 Verträge mehr registriert.

Der Geldumsatz betrug 327,4 Mio. € und ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 % (3,8 Mio. €) gestiegen. Besonders bei den bebauten Grundstücken ist der Geldumsatz um ca. 11 % (23,2 Mio. €) gestiegen. Dem gegenüber ging der Geldumsatz sowohl bei den land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken um ca. 39 % (5,2 Mio. €) als auch beim Wohn- und Teileigentum um ca. 26 % (6,7 Mio. €) zurück.

Es wurde insgesamt 3.275,6 ha Grundstücksfläche im Landkreis verkauft; das ergibt einen Umsatz von 1,3 % der gesamten Landkreisfläche. Im Vergleich zum Flächenumsatz des Vorjahres entspricht das einem Rückgang um 37,3 % (1.946,3 ha weniger).
Insbesondere ist der Rückgang bei den bebauten Grundstücken um ca. 48 % (333,1 ha) aber auch bei den land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken um ca. 39 % (196,2 ha) zu verzeichnen.
Lediglich bei den sonstigen Flächen erhöhte sich der Flächenumsatz um 41 ha. Das ergibt eine Steigerung um 68 %.

Teilmarktanalyse:

Beim individuellen Wohnungsbau ist die Anzahl der veräußerten unbebauten Baugrundstücke um 8,5 % von 820 auf 872 Kauffälle gestiegen.

Bei den landwirtschaftlich genutzten Flächen ist die Anzahl der Veräußerungen mit 440 im Vergleich zum Vorjahr mit 600 Verkäufen stark gesunken (um 26,7 %). Bei den forstwirtschaftlich genutzten Flächen ist die Anzahl der Verträge hingegen (146) im Vergleich zum Vorjahr mit 156 nahezu unverändert.

Der Verkauf von 707 Ein- und Zweifamilienhäusern ist gegenüber dem Vorjahr (680) stabil geblieben. Ebenso ist die Anzahl der Kauffälle von Reihen- und Doppelhäuser mit 157 im Vergleich zum Vorjahr mit 166 nahezu gleich.

In den neu erschlossenen Wohnparksiedlungen wurden für freistehende Einfamilienhäuser Kaufpreise von 110 Tsd. € bis 310 Tsd. EUR, für Reihenhäuser 65 Tsd. € bis 315 Tsd. € und für Doppelhaushälften im Bereich I Kaufpreise von 163 Tsd. € bis 420 Tsd. € gezahlt.
Beim Wohnungseigentum liegen 56 Kaufverträge in der Preisspanne 100 Tsd. € bis 200 Tsd. €, das sind ca. 35 % der Gesamtanzahl.

Der Schwerpunkt bei den Verkäufen liegt nach wie vor in Teltow, Stahnsdorf, Werder (Havel) und Nuthetal.
Bei 121 von 158 Kaufverträgen des Wohnungseigentums handelt es sich um weiterveräußertes Wohnungseigentum.
Durch Zwangsversteigerungen wurden 38 Erwerbsvorgänge von Wohnungseigentum registriert (vier Urkunden mehr als im Vorjahr mit 34 Verträgen).

Für Mehrfamilienhäuser, Wohn- und Geschäftshäuser, Büro- und Verwaltungsgebäude sowie für SB-Märkte wurden erneut regionale Liegenschaftszinssätze (Zinssatz, mit dem der Verkehrswert von Liegenschaften im Durchschnitt marktüblich verzinst wird) ermittelt und veröffentlicht. Er wird auf der Grundlage geeigneter Kaufpreise und der ihnen entsprechenden Reinerträge für gleichartige bebaute und genutzte Grundstücke unter Berücksichtigung der Restnutzungsdauer der Gebäude nach den Grundsätzen des Ertragswertverfahrens ermittelt.

Im Jahr 2007 wurden Marktanpassungsfaktoren für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie für Doppelhaushälften und Reihenhäuser der verschiedenen Baujahresklassen letztmalig veröffentlicht. Nunmehr wurden diese auf den aktuellen Stand gebracht.

Neben der Kaufpreissammlung führt der Gutachterausschuss auch eine Pachtpreissammlung und wertet diese aus. Im Grundstücksmarktbericht 2009 werden Aussagen zu gezahlten Nutzungsentgelten und Pachten von Erholungs- und Garagengrundstücken veröffentlicht. Dem Gutachterausschuss wurden von den Gemeinden und Eigentümern derartiger Grundstücke insgesamt 4.366 Nutzungsverhältnisse bekannt gegeben.

Im Jahr 2009 wurden der Geschäftstelle des Gutachterausschusses von den zuständigen Amtsgerichten insgesamt 110 abgewickelte Zwangsversteigerungen angezeigt. Damit ist die Anzahl im Vergleich zum Vorjahr mit 122 Zwangsversteigerungen um 10 % gesunken.

Der Grundstücksmarktbericht 2009 ist über die unten angegebene Anschrift ab sofort für eine Schutzgebühr nach der derzeit gültigen Gutachterausschussgebührenordnung in Höhe von 22,50 EUR erhältlich.

Bodenrichtwerte des Landkreises zum Stichtag 01.01.2010
Am 08.02.2010 hat der Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Landkreis Potsdam-Mittelmark 328 Bodenrichtwerte für baureifes Land ermittelt.

Davon entfallen auf:historisch gewachsene Ortslagen 241 Bodenrichtwerte,Wohnparksiedlungen 70 Bodenrichtwerte und Gewerbegebiete 17 Bodenrichtwerte.
Von den insgesamt 328 Bodenrichtwerten haben sich 57 in ihrem Wert geändert. 39 Bodenrichtwerte sind um 3 bis 20 €/m² gesunken, hingegen wurden 18 Bodenrichtwerte um 5 bis 10 €/m² angehoben.

61 % der geänderten Bodenrichtwerten (35) fallen in den engeren Verflechtungsraum. Hier wurden 19 Bodenrichtwerte gesenkt und 16 Bodenrichtwerte angehoben.
Dagegen sind im übrigen Bereich des Landkreises zwei Bodenrichtwerte angehoben und 13 Bodenrichtwerte sind gesenkt worden.

Die höchsten Bodenrichtwerte sind wie in den letzten Jahren in der Region um die Landeshauptstadt Potsdam und angrenzend an die Bundeshauptstadt Berlin zu finden.Hier bewegen sich die Bodenrichtwerte z.B. in Kleinmachnow zwischen 120 und 290 €/m², in Teltow von 90 bis 250 €/m², in Stahnsdorf von 85 bis 180 €/m² und in Bergholz-Rehbrücke zwischen 90 und 150 €/m² für Wohnbauflächen.





In allen 17 Gewerbegebieten blieb das Bodenrichtwertniveau stabil.





Neben den Bodenrichtwerten für Wohnbauland und Gewerbeflächen hat der Gutachterausschuss jeweils für den engeren Verflechtungsraum und den äußeren Entwicklungsraum Bodenrichtwerte für landwirtschaftlich genutztes Ackerland und Grünland ermittelt.
Im engeren Verflechtungsraum ist der Bodenrichtwert für Ackerland von 0,33 auf 0,34 €/m² angehoben worden. Hingegen wurde der Bodenrichtwert für Grünland von 0,28 auf 0,26 €/m² gesenkt.

Im äußeren Entwicklungsraum sind die Werte für Ackerland von 0,28 auf 0,34 €/m² und für Grünland von 0,25 auf 0,29 €/m gestiegen
In beiden Bereichen ist somit eine steigende Tendenz der Werte belegbar.

Der Bodenrichtwert für forstwirtschaftliche Flächen im engeren Verflechtungsraum wurde von 0,19 auf 0,20 €/m² angehoben. Hier setzt sich die steigende Tendenz der Vorjahre fort – seit 2006 ist der forstwirtschaftliche Wert in dieser Region um 54 % gestiegen.
Noch deutlicher ist die steigende Tendenz im äußeren Entwicklungsraum vorhanden. Hier ist der Bodenrichtwert für forstwirtschaftliche Flächen von 0,14 auf 0,18 €/m² angehoben worden. Seit 2006 ist dieser Wert um 80 % gestiegen.

Die Bodenrichtwerte für Wohnbauland und Landwirtschaft wurden in ein digitales Bodenrichtwerterfassungsprogramm eingetragen. Die analoge Bodenrichtwertkarte wird durch eine DVD ersetzt. Mit dem Softwareprogramm auf der DVD können auch Auszüge/Druckdateien erstellt werden. Die öffentliche Bekanntmachung der Bodenrichtwerte geschieht in den Amtsverwaltungen und den amtsfreien Gemeinden des Landkreises.
Ebenso kann jedermann bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses Auskünfte über Bodenrichtwerte erhalten. Telefonische Auskünfte sind gebührenfrei, schriftliche dagegen gebührenpflichtig (in der Regel 12 EUR).

Die Bodenrichtwert-DVD des Landkreises Potsdam-Mittelmark kann ab sofort gegen eine Gebühr von 35,70 EUR (incl. 19 % Mehrwertsteuer) bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses erworben werden.
Die Landesausgabe der BRW-DVD wird von der LGB und über das Internet-Vertriebssystem der LGB, den Geobroker (http://www.geobasis-bb.de/GeoPortal1/produkte/dvd_brwk.htm) vertrieben. Der Verkaufspreis der BRW-DVD für das gesamte Gebiet des Landes Brandenburg beträgt 290,- € (inkl. 19 % Mwst.). Die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses ist unter folgender Telefonnummer zu erreichen:03328 / 31 83 13 oder 31 83 11Sitz der Geschäftsstelle: Landkreis Potsdam-Mittelmark
Fachdienst Kataster und Vermessung
Lankeweg 4
14513 Teltow

die Postanschrift lautet: Postfach 11 38
14801 Bad Belzig

Fax: 03328 / 31 83 15
Sprechzeiten: dienstags 9.00 – 18.00 Uhr

Kleinmachnow einsame Spitze