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Kleinmachnow einsame Spitze



Grundstücksmarktbericht und Bodenrichtwerte für 2009 vorgelegt / Stabile Verhältnisse



POTSDAM-MITTELMARK - Finanz- und Wirtschaftskrise können dem Immobilien- und Grundstücksmarkt in Potsdam-Mittelmark bislang nichts anhaben. Das ist die Grundaussage des Grundstücksmarktberichts und der Ermittlung der Bodenrichtwerte für das Jahr 2009, den gestern der Vorsitzende des zuständigen Gutachterausschusses, Wilk Mroß, in Teltow vorlegte. Insbesondere in den „Speckgürtel-Kommunen“ Teltow, Kleinmachnow, Stahnsdorf und auch in Nuthetal sind Häuser und Grundstücke im Preis stabil geblieben oder sogar teurer geworden. „Dem steht eine leicht fallende Tendenz im äußeren Entwicklungsraum um Belzig und Brandenburg/Havel gegenüber“, sagte Mroß.
Insgesamt ist der Umsatz im Grundstückshandel im Jahr 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Prozent auf 327,4 Millionen Euro gestiegen. Der Landkreis zieht nach wie vor Eigenheimbauer an. So stieg die Zahl der verkauften, unbebauten Baugrundstücke um 8,5 Prozent auf 872 „Kauffälle“. Stabil blieb der Verkauf von Ein- und Zweifamilienhäusern (707) und von Reihen- und Doppelhäusern (157). Rückgänge sind lediglich beim Handel mit land- oder forstwirtschaftlich genutzten Flächen zu verzeichnen.
Der Marktbericht zeige deutlich, dass sich die Grundstückswerte in neu entstandenen Wohnparks denjenigen in den innerörtlichen Lagen anpasse, so Mroß. In einigen Jahren werde es keine Unterschiede mehr geben. „Die alten und neuen Gemeindeteile wachsen zusammen.“
Beim Geldumsatz durch Grundstücksverkäufe liegt Kleinmachnow einsam an der Spitze. Dort wechselten 2009 rund 82 Millionen Euro den Besitzer. An zweiter Stelle, und dennoch weit abgeschlagen, liegt Teltow mit 43 Millionen Euro, gefolgt von Werder mit 37 Millionen Euro. Zum Vergleich: In der Gemeinde Seddiner See wurden gerade einmal zwei Millionen Euro bei Grundstücksverkäufen umgesetzt.
Mroß bescheinigte insbesondere der Region Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf ein nach wie vor „explosionsartiges Potenzial“. Bei Zuzug, Grundstückskauf und Hausbau sei „das Ende noch lange nicht erreicht“. Kritisch sieht der Gutachter politische Äußerungen, wonach der Einwohnerzuwachs gestoppt werden soll. „So etwas lässt sich nicht durchsetzen und wird von der Dynamik in dieser Region überrollt.“

(Von Jürgen Stich)
MAZ, 28.5.2010

"Von Finanzkrise nichts zu spüren" Grundstücksmarkt 2009